Über das Projekt
Eine solche Herangehensweise ist in der Fotografie nicht neu. In der Zeit von ca. 1880 – 1910 war die künstlerische Fotografie geprägt vom sogenannten „Pictorialismus“. Man wollte deutlich machen, dass man mehr kann, als den Auslöseknopf an der Kamera bedienen und anschließend das Bild technisch korrekt entwickeln. Im Bereich der Bildenden Kunst wurden zu dieser Zeit naturalistische und impressionistische Bilder gemalt. Die Fotografen wollten mit ihren malerischen Bildern zu den Künstlern aufschließen. Sie nutzten alle zu Verfügung stehenden Mittel, um Ihren Bildern eine malerische Gestaltung mitzugeben: Aufnahmen im Halbdunkel, Regen oder Nebel, bewusst unscharfe Fokussierung bei der Aufnahme, Zusammensetzung von Bildern durch verschiedene Aufnahmen, Bearbeitung des Fotopapiers vor der Belichtung, Vaseline auf dem Objektivglas usw. Die Sujets waren vergleichbar mit denen in der Malerei ihrer Zeit.
Es ist nicht meine Absicht, den Pictorialismus wieder zu beleben oder zu imitieren. Der Hinweis auf diese Zeit soll verdeutlichen, dass es schon früher Entwicklungen in der Fotografie gab, die die konventionellen Wege verlassen haben, um malerische und künstlerische Aspekte zu betonen.
Mir macht es große Freude, geeignete Fotos malerisch auszuarbeiten. Dabei wird auf eine fein detaillierte Darstellung und Schärfe verzichtet zugunsten von Licht, Farbe und malerischer Struktur. Die so entstandenen Bilder erschließen dem Betrachter diese Bildaspekte auf besondere Weise und steigern, jedenfalls kann ich dies für mich sagen, ihre emotionale Wirkung auf den Betrachter.
PROJEKT-DETAILS
Datum
2026



















